Und dabei meine ich nicht Glück in Form von ständig jauchzend und hüpfend durch das Leben zu springen, sondern zu wissen, wie man mit verschiedenen Situationen im Leben umgeht und sie anzunehmen lernt.
Wir lernen die Stärkung aus dem eigenen Inneren.

Um zu erkennen, wie einzigartig jeder Einzelne von uns ist, suchen sich die Kinder in Stille ein Blatt aus. Dieses betrachten sie und stellen fest: „Jedes Blatt ist besonders. Dieses Blatt gibt es nur ein einziges Mal auf der Welt.“
Aber nicht nur Blätter sind einzigartig. Blumen, Tiere, Früchte und auch wir Menschen. Jeden von uns gibt es nur ein einziges Mal auf der Welt.
Und genauso wie man ist, ist man richtig – liebenswert und wunderbar!

Ein Mädchen kann das nicht fühlen. Sie traut sich schüchtern die Hand zu heben und es mitzuteilen.
Also bitte ich sie: „Setze dich in unsere Mitte und höre, was die Anderen dazu zu sagen haben.“
Die Kinder machen ihr reihum Komplimente und ihr Gesicht verändert sich während der Glücksdusche unglaublich. Das Glück scheint aus ihr heraus platzen zu wollen.

Glück erleben und weitergeben kann man lernen – wie Mathe oder Deutsch. Wieso also wird das nicht gemacht? Glück sollte unterrichtet werden, als Teil unserer wichtigen Persönlichkeitsbildung.

Warum Glück sich verdoppelt, wenn man es teilt, lernen wir anhand einer Schokoladenmeditation. Jedes Kind zieht einen Zettel mit dem Namen eines anderen Kindes. Diesem schenkt es ein Schokoladen Herz und spürt dabei ganz tief in sich hinein, wie es sich anfühlt etwas zu geben. „Es ist warm und hell und schön und macht Spaß..“ Geben ist also auch etwas Schönes. Teilen und miteinander glücklich sein. Übertragen bedeutet das, Liebe zu geben bedeutet gleichermaßen Liebe zu bekommen. Diese Lektion liebe ich besonders.
Und mit Schokolade macht es auch besonders Spaß, Achtsamkeit zu üben.

Wertschätzender Umgang, Vertrauen in sich, das Leben und andere. Wenn Kinder an sich und ihre Größe glauben, müssen sie Andere nicht mehr klein machen.
Gerade nach den neuen Zahlen der Mobbing Opfer an Schulen, macht es mehr als Sinn ein Fach wie Glück an die Schulen zu bringen.

In der Abschlußrunde gelingt es jedem Kind etwas Gutes über sich selbst zu sagen. Das Kind aus der Mitte, nimmt unser Mudra (ICH_BIN_GANZ_WUNDERBAR) zur Hilfe – aber sie schafft es schließlich auch, etwas Schönes über sich selbst zu sagen.

Unser Abschlußlied klingt mir noch während der Rückfahrt in den Ohren. I´m happy – I´m good. Und diese Stunde verstärkt meinen Wunsch, Glück auch weiterhin in die Schulen zu tragen, ungemein.