Meditations AG, die Achte (und letzte dieser Einheit), zweite Klassen. Etwas überschattet wurde der Start unserer letzten Stunde mit einem wirklich großen Streit zwischen zwei Mädchen der AG. Das eine Mädchen wurde vom anderen Mädchen auf dem Schulhof ins Gesicht geschlagen. Das kannte sie nicht. Also haben wir uns erstmal genau den Gefühlen gewidmet, die im Raum standen. Die waren schwierig und umständlich, aber wir konnten erkennen, dass sie wichtige Funktionen erfüllen. Die ANGST markierte die Grenze zum Unbekannten. Ein Gefühl bei dem alles Vertraute versagt. Hier musste also etwas NEUES geschehen. Die WUT konnten wir nutzen, um aktiv zu verändern, was zu verändern anstand. Es galt klare Grenzen aufzuzeigen. Im Streit haben wir die Schattenseite, die zerstörerische Seite der WUT kennengelernt. Das Mädchen, dass geschlagen hat, hat sich durch den SCHAM selbst hinterfragt. Wieso hat sie das getan? Nach der Klärung dieser Gefühle haben wir dann erstmal ein Mantra gesungen. I´m happy – I´m good. Das können Kinder zb auch singen, wenn die Eltern sich streiten. das reingt die Luft und bringt gute Gedanken und Freude.
Und dann kam sie auch langsam wieder ins Spiel – die FREUDE und wir haben begonnen jedem im Raum ein Kompliment auf seinen Sonnenstrahl aufzuschreiben. Die „letzte“ Meditation war besonders leise. Die Kinder haben es wirklich geschafft von ein paar Sekunden in Stille sitzen können, auf ein paar Minuten in Stille sitzen können, zu kommen. Sogar nach so einem aufwühlenden Beginn der Stunde. Ich bin wirklich stolz auf sie!! Zum Schluß hat jedes Kind unter Applaus noch eine Urkunde und einen kleinen Elefanten überreicht bekommen. 
Nach der AG ist vor der AG. Die nächste AG, die ich leite, ist eine Glücks AG für die ersten Klassen. Also, ich freu mich drauf!